PsychoSozialeDienste

An- und Zugehörige (soziales Umfeld)

Der Umgang mit HIV und Aids ist auch für An- und Zugehörige meist eine Herausforderung. Das Wissen um die HIV-Infektion/Aids-Erkrankung löst in der Familie und in sozialem Umfeld unterschiedliche und oftmals gegensätzliche Gefühle aus. Neben vielfältigen seelischen Problemen (Ängste, Sorgen vor Diskriminierung u.Ä.) spielen pflegerische, sozialrechtliche und materielle Aspekte ebenfalls eine große Rolle.

Hier bieten wir Entlastung durch organisatorische Maßnahmen, Einzelgespräche sowie Informations- und Kontaktvermittlungen. Darüber hinaus organisieren wir Fachveranstaltungen und Infoabende.

Konkrete Leistungsangebote für An- und Zugehörige:

  • Beratungsgespräche (Einzel-, Paar- oder Familiengespräche) zu folgenden Themen:
    • HIV als Familiengeheimnis
    • HIV in der Partnerschaft und Beziehung
    • Strategien zu Safer Sex*¹ in der Partnerschaft
    • PreP-Maßnahmen*² inkl. Vermittlung zu Fachärzten
    • PEP-Maßnahmen*³ (Notfallmaßnahmen nach einem Risikokontakt)
    • Schutz durch Therapie und N=N (nicht nachweisbar = nicht übertragbar)
    • HIV und Kinderwunsch inkl. Vermittlung an Fachkliniken
    • HIV und Pädiatrie (Kinderheilkunde)
    • Informationen zu diversen Versorgungsstrukturen und Netzwerken (Ärzte, Wohneinrichtungen, Pflegedienste und bundesweite Angehörigentreffen usw.)
    • HIV und Vorsorgevollmachten
    • HIV und Patientenvorsorge inkl. Patientenverfügung und gesetzliche Betreuung
    • Unterstützung im Sterbeprozess inkl. Nachsorgemaßnahmen
    • Trauerarbeit und Stabilisierung
    • Umgang mit Diskriminierung und Vermittlung an die Antidiskriminierungsstelle der Deutschen Aidshilfe e.V.
  • Fachveranstaltungen und Infoabende
  • Gruppentreffen für An- und Zugehörige (angeleitete Gesprächsgruppe zum Erfahrungsaustausch in geschütztem Raum)

*¹ = mit Safer Sex sind unterschiedliche Methoden gemeint, die vor einer HIV-Infektion schützen (auf Deutsch: Sex, der sicherer ist, als Sex ohne diese Methoden)

*² = PrEP (auch HIV-PrEP) ist die Abkürzung für „Prä-Expositions-Prophylaxe“ (auf Deutsch: Vorsorge vor einem möglichen HIV-Risikokontakt). Bei dieser Schutzmethode nehmen HIV-negative Menschen ein HIV-Medikament ein, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen.

*³ = Die HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP oder HIV-PEP) ist eine vierwöchige medikamentöse Behandlung, um eine HIV-Infektion nach einem Risikokontakt zu verhindern.

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